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Bei Keto sind Lebensmittel mit unter etwa 10 g Netto-Kohlenhydraten je 100 g erlaubt: Fleisch, Fisch, Eier, Öle, Käse, Nüsse wie Macadamia und Blattgemüse. Tabu sind Zucker, Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Hülsenfrüchte und die meisten Früchte. Beeren gehen in kleinen Mengen. Achtung bei Cashewkernen mit rund 27 g je 100 g und bei versteckten Kohlenhydraten in Soßen und Wurstwaren.

Überblick
Erlaubt sind vor allem fettreiche und kohlenhydratarme Lebensmittel: Fleisch, Fisch, Eier, Öle, Butter, Hartkäse, Nüsse und Blattgemüse.
Fette Seefische wie Lachs und Makrele sind dabei doppelt wertvoll, weil sie Omega-3-Fettsäuren bei praktisch null Kohlenhydraten liefern. Diese Kombination findet sich in kaum einer anderen Lebensmittelgruppe.
| Lebensmittelgruppe | Netto-KH je 100 g |
|---|---|
| Fleisch und Fisch | 0 g |
| Eier | ca. 1 g |
| Öle und Fette | 0 g |
| Hartkäse | 1 bis 2 g |
| Nüsse (Macadamia) | ca. 5 g |
| Blattgemüse | unter 2 g |
An der Tabelle lässt sich direkt ablesen, wo Mengen kaum eine Rolle spielen und wo genauer hingesehen werden muss. Fleisch, Fisch und reine Öle sind kohlenhydratfrei, hier begrenzt allein der Kalorienbedarf. Bei Nüssen und Milchprodukten dagegen summieren sich Kohlenhydrate über den Tag, obwohl beide Gruppen als keto-tauglich gelten.
Der Maßstab dahinter ist das Tagesbudget von unter 50 g Netto-Kohlenhydraten. Wer das im Kopf behält, rechnet automatisch anders: 100 g Cashewkerne verbrauchen davon über die Hälfte, 100 g Brokkoli mit rund 2,5 g dagegen etwa ein Zwanzigstel. Nicht die Lebensmittelgruppe entscheidet also, sondern der Wert je Portion im Verhältnis zum Tagesbudget.
Die Werte in diesem Beitrag sind auf ganze oder halbe Gramm gerundete Angaben aus dem Bundeslebensmittelschlüssel und der USDA-Datenbank FoodData Central. Je nach Sorte, Reifegrad und Zubereitung schwanken sie um bis zu ein bis zwei Gramm.
Wichtig ist außerdem, dass „erlaubt“ nicht „beliebig“ heißt. Auch kohlenhydratfreie Lebensmittel liefern Kalorien, und ohne Energiedefizit gibt es auch in der Ketose keinen Fettabbau.
Die vollständige Liste zum Mitnehmen steckt im kostenlosen 7-Tage-Plan mit Einkaufsliste als PDF.
Verboten sind Zucker, Getreideprodukte, Kartoffeln, Hülsenfrüchte und die meisten Früchte mit hohem Zuckeranteil.
Hülsenfrüchte überraschen viele. Sie gelten als gesund und sind es auch, liegen aber bei 15 bis 20 g Kohlenhydraten je 100 g und sprengen damit selbst in kleiner Portion einen erheblichen Teil des Tagesbudgets.
Vorsicht auch bei suggestiven Etiketten: „ohne Zucker“ heißt nicht „ohne Kohlenhydrate“. Solche Produkte enthalten häufig Maltodextrin, Mehl oder andere Ersatzstoffe, die trotzdem zählen. Maltodextrin hat sogar einen höheren glykämischen Index als Haushaltszucker, taucht in der Zutatenliste aber nicht als Zucker auf.
Die Kernliste der Tabus lautet: Zucker, Süßigkeiten, Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln und Frühstücksflocken.
Zur Einordnung ein paar Werte: Weißbrot liegt bei rund 45 g Kohlenhydraten je 100 g, gekochter Reis bei etwa 28 g, gekochte Nudeln bei rund 25 g und Kartoffeln bei etwa 15 g. Eine einzige normale Portion einer dieser Beilagen überschreitet das Tagesbudget von 50 g oder schöpft es weitgehend aus.
Auch vermeintlich harmlose Alternativen gehören geprüft. Vollkornbrot liegt kaum niedriger als Weißbrot, Haferflocken liegen bei rund 60 g je 100 g, und Reiswaffeln, die als leichter Snack gelten, liegen bei über 80 g. Der Unterschied zwischen diesen Produkten liegt in Ballaststoffen und Mikronährstoffen, nicht in der Kohlenhydratmenge.
Wie die ketogene Ernährung stoffwechselseitig funktioniert und warum diese Schwellen überhaupt eine Rolle spielen, steht im Hauptbeitrag.
Erlaubt sind vor allem oberirdisch wachsende, grüne Sorten: Spinat, Brokkoli, Zucchini und Blattsalate liegen unter 3 g Kohlenhydraten je 100 g.
Wurzelgemüse sollte dagegen eingeschränkt werden, weil es deutlich mehr verwertbare Kohlenhydrate enthält und das Tagesbudget schneller aufbraucht. Dabei lohnt sich eine Unterscheidung: Kartoffeln liegen bei rund 15 g je 100 g und fallen praktisch aus dem Budget, Möhren mit etwa 7 g passen in kleinen Mengen durchaus hinein. Ihre Kohlenhydrate sind überwiegend Zucker und keine Stärke. Die Faustregel „oberirdisch ja, unterirdisch eher nicht“ trägt erstaunlich weit, hat aber Ausnahmen.
Eine davon ist die Tomate: botanisch eine Frucht, mit rund 3 g je 100 g aber problemlos im Budget. Gemüse ist bei Keto ohnehin der wichtigste Ballaststofflieferant, weil Getreide und Hülsenfrüchte wegfallen, und damit auch der beste Schutz gegen Verstopfung in den ersten Wochen.
Welche Sorten mit welchen Werten, steht in der ausführlichen Übersicht zu Keto Gemüse.
Zu Keto passen praktisch nur Beeren mit 4 bis 6 g Kohlenhydraten je 100 g sowie Avocado mit unter 2 g.
Der Rest, einschließlich Banane und Weintraube, ist zu zuckerreich, auch in kleinen Portionen. Himbeeren und Brombeeren lassen sich dagegen in vernünftigen Mengen essen, ohne die Ketose zu gefährden.
Auch innerhalb der Beeren lohnt der zweite Blick: Heidelbeeren liegen mit rund 12 g je 100 g deutlich über Himbeeren und Brombeeren und passen nur in kleinen Mengen ins Budget. „Beeren sind erlaubt“ gilt also nicht für alle gleichermaßen.
Klar zu trennen davon sind Trockenfrüchte. Beim Trocknen bleibt der Zucker, das Wasser geht, und die Kohlenhydratdichte steigt entsprechend stark. Getrocknete Datteln oder Rosinen sind deshalb praktisch Süßigkeiten.
Ein Grenzfall ist die Wassermelone mit rund 8 g je 100 g: nicht verboten, aber eine Portion reicht, um einen spürbaren Teil des Tagesbudgets zu belegen.
Die vollständige Liste mit Netto-Werten steht im Beitrag zu Obst bei Keto.
Keto-tauglich sind vor allem Macadamia, Pekannüsse und Paranüsse, die wenig Kohlenhydrate enthalten.
Cashewkerne sind die Ausnahme, die man kennen sollte: mit rund 27 g je 100 g liegen sie mehr als fünfmal so hoch wie Macadamia mit etwa 5 g. Optisch und in der Konsistenz wirken beide ähnlich, im Kohlenhydratbudget liegen Welten dazwischen.
Samen wie Chia und Leinsamen liefern zusätzlich Ballaststoffe bei minimalen verwertbaren Kohlenhydraten. Sie sind damit eines der wenigen Lebensmittel, die bei Keto gleichzeitig die Ballaststoffversorgung stützen und das Budget kaum belasten.
Unabhängig von der Sorte lohnt sich der Blick auf die Portionsgröße. Nüsse sind sehr energiedicht: Eine Handvoll von rund 30 g liefert etwa 200 kcal, also bei 2000 kcal ein Zehntel des Tagesbedarfs, und das nebenbei und ohne Sättigungsgefühl. Bei Cashewkernen kommen dazu noch rund 8 g Kohlenhydrate, also ein Sechstel des Tagesbudgets aus einer einzigen Handvoll.
Die vollständige Aufstellung steht im Beitrag zu Nüssen bei Keto.
Wussten Sie, dass… Cashewkerne mehr als fünfmal so viele Kohlenhydrate enthalten wie Macadamia? Beide wirken optisch ähnlich, unterscheiden sich im Kohlenhydratbudget aber stark. Achten Sie deshalb besonders auf die Nusssorte.
Erlaubt sind vor allem fettreiche Milchprodukte: Sahne, Butter, Hartkäse und griechischer Naturjoghurt.
Kuhmilch selbst liegt bei rund 5 g je 100 ml und ist damit ein Grenzfall. In größeren Mengen belastet sie das Tagesbudget spürbar, besonders unbemerkt beim Kaffee über den Tag verteilt oder in Shakes ohne genaues Abmessen.
Hartkäse liegt dagegen bei 1 bis 2 g je 100 g, lang gereifte Sorten wie Parmesan praktisch bei null. Die Regel dahinter ist einfach: je höher der Fettanteil und je länger die Reifung, desto weniger Milchzucker bleibt übrig.
Wer Milchprodukte meidet, kann auf ungesüßte Pflanzendrinks ausweichen, sollte dabei aber ebenfalls die Etiketten prüfen, weil viele davon gesüßt sind.
Die vollständige Aufstellung steht im Beitrag zu Milchprodukten bei Keto.
Wussten Sie, dass… Parmesan praktisch bei null Kohlenhydraten liegen kann? Lang gereifte Sorten unterscheiden sich deutlich von Kuhmilch. Wenn Sie Milchprodukte einplanen, macht die Reifung einen großen Unterschied.
Die beste Fettbasis bilden Olivenöl, Kokosöl, Butter, Ghee und Avocadoöl. Sie sollten den größten Teil der täglichen Fettzufuhr ausmachen.
MCT-Öl nimmt eine Sonderstellung ein, weil es anders verstoffwechselt wird als die langkettigen Fette aus Olivenöl oder Butter: es gelangt schneller zur Leber und liefert dadurch zügiger Ketonkörper. Am schnellsten wirken MCT Öle mit C8.
Für kalte Speisen wie Salate eignen sich kaltgepresste Öle, die mehr Begleitstoffe behalten als raffinierte Varianten. Zum Braten ist es umgekehrt: hier zählt Hitzestabilität, und dafür sind raffinierte Öle, Ghee oder Kokosöl die bessere Wahl.
Die Fettqualität ist der Punkt, an dem sich zwei Umsetzungen derselben Diät gesundheitlich am stärksten unterscheiden. Ungesättigte Fette aus Olivenöl, Avocado und Fisch gehören deshalb gleichberechtigt neben die gesättigten und nicht nur als Beiwerk.
Die vollständige Aufstellung steht im Beitrag zu Fetten bei Keto.





Versteckte Kohlenhydrate erkennt man durch aufmerksames Lesen der Etiketten, besonders bei Soßen, Wurstwaren, Dressings und Produkten, die als „fitness“ oder „gesund“ beworben werden.
Maltodextrin, Dextrose und Sirupe sind schlicht andere Namen für Zucker, auch wenn sie beim schnellen Überfliegen der Zutatenliste nicht danach klingen. Weitere Kandidaten sind Glukosesirup, Traubenzucker, Stärke und Dextrin.
Der zweite Prüfschritt betrifft den Bezugswert: immer die Angabe je 100 g heranziehen, nicht die je Portion. Portionsgrößen werden gelegentlich klein angesetzt, was die ausgewiesene Zahl optisch senkt, ohne dass sich am Produkt etwas ändert.
Besonders häufig übersehen werden Wurstwaren und Aufschnitt, wo Zucker als Geschmacksträger und als Substrat für die Reifung eingesetzt wird, sowie Fertigsoßen und Dressings, in denen Stärke als Verdickungsmittel dient. Beide gelten intuitiv als kohlenhydratfrei und sind es oft nicht. Die rote Farbe von Pökelware stammt übrigens nicht vom Zucker, sondern vom Nitrit im Pökelsalz.
Diese eine Gewohnheit, vor dem Kauf die Tabelle je 100 g zu prüfen, verhindert einen großen Teil der unbemerkten Ausstiege aus der Ketose.
Wussten Sie, dass… die rote Farbe von Pökelware nicht vom Zucker stammt? Bei Wurstwaren lohnt sich trotzdem der Blick auf die Zutatenliste. Zucker kann eingesetzt werden, erklärt aber nicht die rote Farbe.
Die Grundnahrungsmittel für Keto, also Fleisch, Eier, Öle und Gemüse, gibt es günstig bei Rewe, Edeka, Lidl und Aldi, ohne Umweg über Spezialgeschäfte.
Die Aufteilung ist dabei recht klar. Die Frischetheke und das Gemüseregal jedes größeren Vollsortimenters decken die Basis vollständig ab. Verarbeitete Spezialprodukte mit der Kennzeichnung „keto“ oder „low carb“, also Mehlalternativen, Riegel und Süßungsmittel, finden sich eher bei dm und in den Drogerien sowie im Bio- und Reformregal der großen Ketten. Sie sind dort meist deutlich teurer als ihre gewöhnlichen Pendants im selben Regal.
Beim Griff zu solchen Produkten gilt dieselbe Regel wie sonst: die Nährwerttabelle entscheidet, nicht der Aufdruck. Die Bezeichnung „keto“ ist nicht rechtlich definiert und sagt für sich genommen nichts über den Kohlenhydratgehalt aus. Anders als „zuckerarm“ oder „zuckerfrei“, die an feste gesetzliche Schwellen gebunden sind, darf „keto“ jeder auf jede Verpackung drucken.
Praktisch heißt das für den Einkauf: die Grundversorgung aus der normalen Frischetheke deckt den größten Teil ab. Fleisch, Fisch, Eier, Butter, Käse, Öl und Gemüse sind überall verfügbar und im Vergleich günstig. Spezialprodukte lohnen sich dort, wo sie eine echte Lücke schließen, also bei Brot, Backwaren, Nudeln und Süßem, weil sich diese Kategorien mit normalen Zutaten nicht keto-tauglich nachbauen lassen.
Ein häufiger Fehler beim Einstieg ist die umgekehrte Reihenfolge: erst der Einkaufswagen voller teurer Spezialprodukte, dann die Erkenntnis, dass die Basis fehlt.
Eine große Auswahl geprüfter Keto Produkte im BeKeto Shop gibt es auch online, mit ausgewiesenen Werten je Produkt.
Keto-Backen beruht vor allem auf Mandel- und Kokosmehl statt Weizenmehl, weil beide bei ähnlicher Konsistenz deutlich weniger Kohlenhydrate liefern. Zum Süßen eignet sich Erythrit mit einem glykämischen Index von null, ebenso wie andere keto-taugliche Süßungsmittel, die den Blutzucker nicht anheben und die Ketose nicht unterbrechen. Details stehen in den Beiträgen zu Mehlalternativen und zu Süßstoffen bei Keto.





Sichere Getränke sind Wasser, Kaffee und Tee ohne Zucker, die sich praktisch unbegrenzt trinken lassen. Fette Seefische wie Lachs und Makrele liefern Omega-3 bei null Kohlenhydraten. Alkohol ist ein eigenes Thema, weil er die Fettverbrennung auch dann bremst, wenn die Variante selbst zuckerfrei ist: die Leber baut zuerst Alkohol ab und pausiert dabei die Ketonkörperproduktion. Mehr dazu in den Beiträgen zu Keto Getränken, zu Fisch und Fleisch und zu Alkohol bei Keto.








Tabu sind Zucker, Getreideprodukte wie Brot, Nudeln und Reis, Kartoffeln, Hülsenfrüchte sowie zuckerreiches Obst wie Bananen und Weintrauben. Der gemeinsame Nenner ist ein hoher Anteil verwertbarer Kohlenhydrate, der das Tagesbudget unabhängig von der Portionsgröße schnell überschreitet.
Ja, die vollständige Liste mit Netto-Kohlenhydratwerten steht kostenlos als PDF zum Download bereit. Sie lässt sich direkt zum Einkauf mitnehmen, um am Regal ohne Rechnen zu prüfen, was passt.
Als Faustregel gilt: unter 10 g Netto-Kohlenhydrate je 100 g, im Tagesbudget unter 50 g insgesamt. Wie viele Kohlenhydrate bei Keto im Einzelfall passen, hängt von Körpergewicht und Ziel ab und steht im Beitrag zu den Makronährstoffen.