Was sind Keto Süßigkeiten?
Keto Süßigkeiten sind Süßwaren mit so wenig Kohlenhydraten pro Portion, dass sie ins Tagesbudget passen. Die meisten ketogenen Pläne rechnen mit 20 bis 50 g am Tag. Gesüßt wird nicht mit Zucker, sondern mit Erythrit und Steviolglykosiden aus Stevia.
Die Zahl, auf die es ankommt, steht pro Portion, nicht pro 100 g. Ein Konjac-Gelee wiegt 150 g und bleibt trotzdem unter 2 g Kohlenhydraten, ein Stück Schokolade wiegt 20 g und liegt darüber. Beides kann keto sein, die Menge entscheidet.
Sechs Warengruppen stehen in dieser Kategorie: Konjac-Gelees, Bonbons, Riegel, Kekse, Schokoladen und Cremes. Sie unterscheiden sich nicht nur im Geschmack, sondern um den Faktor hundert bei den Kalorien.
Was unterscheidet Keto Süßigkeiten von zuckerfreien Süßigkeiten?
Der Unterschied liegt im Süßungsmittel, nicht im fehlenden Zucker. Zuckerfreie Süßigkeiten aus dem klassischen Regal arbeiten meist mit Maltit oder Isomalt. Beide sind Zuckeralkohole, liefern aber noch etwa die Hälfte der Kalorien von Zucker und wirken auf den Blutzucker stärker als Erythrit.
Erythrit liefert praktisch keine Kalorien und wird zum größten Teil unverändert wieder ausgeschieden. Deshalb greifen ketogene Rezepturen dazu, während der allgemeine Zuckerfrei-Bereich beim Maltit bleibt. In diesem Sortiment ist Erythrit das Süßungsmittel in 27 von 34 Artikeln.
Eine Ausnahme gehört dazu: die Keto Bonbons werden mit Isomalt und Maltitsirup hergestellt, nicht mit Erythrit. Wer Zuckeralkohole dieser Klasse meiden will, lässt diese eine Warengruppe aus und greift zu den übrigen fünf.
Welche Sorte hat wie viele Kohlenhydrate?
Die Spanne reicht von 0,9 g bis 28,3 g Kohlenhydraten pro 100 g, je nach Warengruppe. Wer nach der kleinsten Zahl sucht, landet bei den Gelees, wer nach dem intensivsten Geschmack sucht, bei den Schokoladen.
- Konjac-Gelees: 4 bis 6 kcal und 0,9 bis 1,3 g Kohlenhydrate pro 100 g
- Schokoladen: 520 bis 599 kcal, 8,4 bis 28,3 g Kohlenhydrate, 14 bis 27,7 g Ballaststoffe
- Cremes: 487 bis 555 kcal, 5,2 bis 19,7 g Kohlenhydrate, 13,4 bis 31,4 g Ballaststoffe
- Riegel und Kekse: rund 467 kcal, 11,3 g Kohlenhydrate, 26,7 g Ballaststoffe
- Bonbons: 276 bis 284 kcal, 80 bis 87 g Kohlenhydrate aus Zuckeralkoholen
Bei den Bonbons sieht die Kohlenhydratzahl hoch aus, weil Isomalt und Maltitsirup als Kohlenhydrate deklariert werden müssen. Sie werden nur teilweise verwertet, der Zuckergehalt liegt trotzdem bei 0,84 bis 3,8 g pro 100 g.
Die Dubai Schokolade fällt mit 28,3 g nach oben aus der Reihe, weil Kadayif-Teig und Pistaziencreme dazugehören. Die übrigen sechs Schokoladen liegen zwischen 8,4 und 16,4 g.
Konjac-Gelees: die kalorienärmste Nascherei
Ein Konjac-Gelee liefert 4 bis 6 kcal pro 100 g und ist damit kalorienarm im Sinne der EU-Kennzeichnung. Die Grenze für diese Angabe liegt bei 40 kcal pro 100 g, das Sortiment liegt eine Größenordnung darunter.
Drei der Sorten enthalten weniger als 0,5 g Zucker pro 100 g und sind damit zuckerfrei im rechtlichen Sinn: Wilde Himbeere und Grüner Apfel mit 0,0 g, Frische Erdbeere mit 0,4 g. Tropische Mango liegt mit 1,4 g darüber und ist zuckerarm, aber nicht zuckerfrei.
Grundlage ist Konjac-Mehl, das Wasser bindet und dem Gelee die Konsistenz gibt. Die ganze Gruppe hat eine eigene Unterkategorie.
Schokolade, Riegel und Cremes: worauf lohnt der Blick?
Auf die Ballaststoffe: 14 bis 31 g pro 100 g sind hier die Regel, nicht die Ausnahme. Das ist ein hoher Ballaststoffgehalt nach EU-Definition, deren Schwelle bei 6 g pro 100 g liegt. Der Grund sind Inulin und Oligofruktose in den Rezepturen.
Kalorien bleiben trotzdem hoch, weil Kakaobutter, Nüsse und MCT-Öl Fett liefern. Eine Tafel mit 550 kcal pro 100 g ist kein Diätprodukt, sondern eine Süßigkeit ohne Zucker. Der Unterschied zur Standardtafel liegt beim Zucker und bei den Ballaststoffen, nicht bei den Kalorien.
Zwei vegane MCT-Schokoladen enthalten in ihren Crispies Saccharose, also echten Zucker in kleiner Menge. Das steht in der Zutatenliste dieser beiden Tafeln. Die gesamte Auswahl steht in der Unterkategorie der Schokoladen.
Können Zuckeralkohole auf den Magen schlagen?
Ja, bei größeren Mengen auf einmal. Zuckeralkohole werden im Dünndarm nur teilweise aufgenommen, der Rest wandert weiter und kann bei empfindlichen Menschen zu Blähungen oder weichem Stuhl führen. Produkte mit mehr als 10 % Zuckeralkoholen tragen deshalb einen Hinweis auf der Packung.
Erythrit wird davon am besten vertragen, weil es zum großen Teil über die Niere ausgeschieden wird und den Dickdarm gar nicht erreicht. Maltit und Isomalt bleiben länger im Darm, deshalb betrifft der Hinweis vor allem Produkte mit diesen beiden.
Praktisch heißt das: mit einer Portion anfangen, nicht mit der halben Packung. Wer weiß, dass er empfindlich reagiert, beginnt mit den Gelees.
Wo bekommst du Keto Süßigkeiten?
Im Supermarkt und in der Drogerie steht selten mehr als ein Regalmeter „ohne Zucker“. Bei REWE, dm oder Rossmann findest du meist Zuckerfrei-Bonbons und Eiweißriegel, seltener Schokolade oder Cremes mit Erythrit.
Bestellt wird direkt hier, der Versand geht innerhalb von 24 Stunden raus, ab 59 € Bestellwert kostenlos. Wer neben Süßem auch Herzhaftes sucht, findet beides zusammen unter Keto Snacks.
Häufig gestellte Fragen
Was kann man bei Keto naschen?
Alles, was pro Portion wenig Kohlenhydrate hat. Am niedrigsten liegen Konjac-Gelees mit unter 1,3 g pro 100 g, danach folgen Schokoladen ab 8,4 g und Cremes ab 5,2 g. Entscheidend ist die Portionsgröße, nicht die Warengruppe.
Sind Keto Süßigkeiten zuckerfrei?
Drei Sorten ja, der Rest ist zuckerarm. Zuckerfrei im rechtlichen Sinn heißt höchstens 0,5 g Zucker pro 100 g, das erreichen die Gelees Wilde Himbeere, Grüner Apfel und Frische Erdbeere. Zugesetzt ist bei den übrigen ebenfalls kein Zucker, Ausnahme sind die Crispies zweier veganer Schokoladen.
Womit werden die Süßigkeiten gesüßt?
Mit Erythrit und Steviolglykosiden aus Stevia. Das gilt für 27 der 34 Artikel. Die Keto Bonbons bilden die Ausnahme, sie enthalten Isomalt und Maltitsirup. Aspartam und Sucralose kommen in keiner Rezeptur vor.
Wie viele Kalorien haben Keto Süßigkeiten?
Zwischen 4 und 599 kcal pro 100 g. Die Spanne ist so groß, weil Gelees fast nur aus Wasser und Konjac bestehen, Schokoladen und Cremes dagegen aus Kakaobutter und Nüssen. Wenig Zucker heißt nicht automatisch wenig Kalorien.
Sind Keto Süßigkeiten kohlenhydratfrei?
Nein, kohlenhydratfrei ist keine davon. Am nächsten kommen die Konjac-Gelees mit 0,9 g pro 100 g. Bei Bonbons stehen 80 bis 87 g in der Tabelle, das sind Zuckeralkohole, die deklariert werden müssen, auch wenn der Körper sie nur teilweise verwertet.
Gibt es Keto Süßigkeiten bei dm, Rossmann oder REWE?
Vereinzelt, meist als Bonbons oder Riegel. Schokolade und Cremes mit Erythrit stehen dort selten im Regal. Hier bestellst du das gesamte Sortiment mit Versand innerhalb von 24 Stunden.
Lohnt es sich, Keto Süßigkeiten selber zu machen?
Beim Backen ja, bei Gelees und Bonbons kaum. Kekse und Cremes lassen sich mit Nussmus, Erythrit und Mandelmehl gut zu Hause herstellen. Konjac-Gelees und Hartbonbons brauchen Technik, die eine Küche nicht hat.
Enthalten die Süßigkeiten Allergene?
Ja, je nach Sorte Milch, Nüsse oder Soja. Cremes und Riegel basieren häufig auf Nussmus, Schokoladen enthalten Sojalecithin, einige Artikel Milcheiweiß. Die vollständige Liste steht in der Zutatenliste des jeweiligen Produkts.