Welche Nüsse sind bei Keto erlaubt? (Tabelle)

Bei Keto passen fettreiche, kohlenhydratarme Nüsse wie Paranuss, Pekannuss und Macadamia mit 3, 4 und 5 g Netto-Kohlenhydraten je 100 g. Im Alltag reicht eine Handvoll von etwa 30 g am Tag, abgewogen statt aus der Tüte, weil Nüsse viele Kalorien haben. Cashews (27 g) und Pistazien (18 g) sind zu kohlenhydratreich. Die Tabelle sortiert alle Sorten nach Netto-Kohlenhydraten.

Autor: Adrianna Kalista
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Adrianna Kalista

Leidenschaftliche Schriftstellerin und Absolventin der klinischen Diätetik. Sie interessiert sich besonders für Phytotherapie und die Auswirkungen der ketogenen Ernährung auf die kognitiven Funktionen des Gehirns.
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Verifizierung: Dr. Andreia Torres
Andreia Torres

Dr. Andreia Torres

Klinische Ernährungswissenschaftlerin mit Doktorat in Gesundheitserziehung. Internationale Expertin für ketogene Ernährung.
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Weiße Schale mit Walnüssen und Haselnüssen in der Schale auf heller Steinplatte

Überblick

Welche Nüsse haben am wenigsten Kohlenhydrate?

Am wenigsten Kohlenhydrate haben Paranüsse, Pekannüsse und Macadamia mit 3 bis 5 g Netto-Kohlenhydraten je 100 g. Sie verbinden diesen niedrigen Wert mit 66 bis 76 g Fett je 100 g und sind damit die sicherste Wahl bei Keto.

Nuss oder SamenNetto-KH (g je 100 g)Keto
Leinsamenunter 2ja
Paranuss3ja
Pekannuss4ja
Macadamia5ja
Walnuss7ja
Haselnuss7ja
Chiasamen8in Maßen
Erdnuss8in Maßen
Mandel9in Maßen
Sonnenblumenkerne5 bis 11in Maßen
Pistazie18nein
Cashew27nein
Esskastanieüber 35nein

Die Werte sind gerundete Angaben aus der USDA-Datenbank FoodData Central und dem Bundeslebensmittelschlüssel [1] [2]. Auf deutschen Packungen stehen bei manchen Nüssen, etwa Pistazien und Mandeln, niedrigere Kohlenhydratwerte. Dort zählen nur verwertbare Kohlenhydrate wie Zucker und Stärke, die Tabelle rechnet dagegen überwiegend mit den Gesamtkohlenhydraten der USDA abzüglich Ballaststoffen. Die Tabelle liegt damit bewusst auf der sicheren Seite.

Paranüsse liefern außerdem außergewöhnlich viel Selen. Schon eine einzelne Nuss kann den Tagesbedarf decken, mehr als ein bis zwei Stück am Tag sind deshalb nicht sinnvoll. Walnüsse liefern rund 9 g der pflanzlichen Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure je 100 g, liegen dafür aber etwas höher als Macadamia und Pekannuss. Mandeln sind sehr beliebt, gehören wegen ihres höheren Werts aber eher in die Kategorie „in Maßen“. Haselnüsse liegen auf dem Niveau der Walnüsse und sind vor allem als Vitamin-E-Lieferant bekannt. Macadamia ist mit rund 76 g Fett je 100 g die fettreichste der gängigen Nüsse und liefert damit genau den Nährstoff, aus dem die ketogene Ernährung den Großteil ihrer Energie bezieht.

Welche Nüsse sind nicht ketogen?

Nicht ketogen sind Cashews mit rund 27 g und Pistazien mit rund 18 g Netto-Kohlenhydraten je 100 g, in größeren Mengen auch Erdnüsse und Sonnenblumenkerne. Cashews enthalten viel Stärke und liegen damit mehr als fünfmal so hoch wie Macadamia.

Erdnüsse sind botanisch Hülsenfrüchte und keine Nüsse, liegen mit rund 8 g aber noch im Rahmen kleiner Portionen. Esskastanien, auch Maronen genannt, sind botanisch zwar echte Nüsse, haben aber mit über 35 g eher das Profil einer Kartoffel als einer Nuss.

Der Name sagt also wenig über die Eignung. Verlässlich ist nur der Wert je 100 g, ob aus dieser Tabelle, der Keto-Lebensmittel-Übersicht oder vom Etikett. Besonders tückisch sind Mischungen: Studentenfutter enthält neben Nüssen meist Rosinen, manche gerösteten Nüsse sind mit Honig oder Zucker glasiert, und Nussmischungen aus dem Snackregal enthalten nicht selten Cashews als Hauptbestandteil.

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Wie viele Nüsse darf man bei Keto essen?

Etwa eine Handvoll, also rund 30 g am Tag, weil Nüsse sehr kalorienreich sind. Eine solche Portion liefert je nach Sorte 170 bis 220 kcal, bei Macadamia am meisten.

Das Problem ist selten die einzelne Portion, sondern das Nebenbei-Essen aus der Tüte am Schreibtisch oder vor dem Fernseher. Dabei kommen schnell 100 g und mehr zusammen, also rund 600 bis 700 kcal ohne echtes Sättigungsgefühl. Ohne Energiedefizit gibt es aber auch in der Ketose keinen Fettabbau.

Hilfreich ist, die Portion vorher abzuwiegen und die Packung wegzustellen. Gut funktionieren Nüsse auch als Zutat statt als Snack: gehackt im Salat, geröstet über Gemüse oder gemahlen als Ersatz für Paniermehl. So verteilt sich die Portion über die Mahlzeiten, und das Mengenproblem stellt sich kaum. Bei fertig portionierten Keto Snacks für unterwegs entfällt das Abwiegen ganz.

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Sind bestimmte Nüsse bei Keto erlaubt?

Bei einigen Sorten ist die Antwort nicht offensichtlich, vor allem bei Pistazien, Erdnüssen und Cashews. Sie gelten als typische Snacknüsse, liegen aber deutlich über Macadamia oder Pekannuss. Die folgenden Antworten nennen je Sorte den Wert je 100 g und ob sie ins Tagesbudget von unter 50 g netto passt, die übliche Obergrenze für Kohlenhydrate bei Keto.

Sind Pistazien bei Keto erlaubt?

Eher nein. Pistazien haben rund 18 g Netto-Kohlenhydrate je 100 g, nur sehr kleine Mengen passen ins Budget. Eine Handvoll von 30 g bringt etwa 5 g und damit ein Zehntel des Tageslimits. Wer Pistazien mag, nimmt sie als Zutat in kleiner Menge statt als Snack aus der Tüte.

Sind Erdnüsse bei Keto erlaubt?

In kleinen Mengen. Erdnüsse sind botanisch Hülsenfrüchte mit rund 8 g Netto-Kohlenhydraten je 100 g. Eine kleine Handvoll ab und zu passt. Als Hauptfettquelle eignen sie sich weniger als Macadamia oder Pekannuss, und bei gesalzenen oder gerösteten Varianten lohnt der Blick aufs Etikett.

Sind Cashews bei Keto erlaubt?

Nein. Cashews haben rund 27 g Netto-Kohlenhydrate je 100 g und sind zu stärkehaltig. Schon 30 g bringen etwa 8 g, also ein Sechstel des Tagesbudgets. Wer die Konsistenz mag, greift besser zu Macadamia, die ähnlich mild und cremig schmeckt.

Ist Nussmus bei Keto erlaubt?

Ja, ungesüßtes Mandel- oder Macadamiamus passt zu Keto, in Mengen wie bei ganzen Nüssen. Bei gesüßten Sorten und Nusscremes lohnt der Blick aufs Etikett, weil oft Zucker oder Sirup zugesetzt ist. Erdnussbutter liegt je nach Rezeptur deutlich höher als reines Erdnussmus.

Weitere Keto-Lebensmittelgruppen

Nüsse sind eine von mehreren Lebensmittelgruppen, bei denen sich die Werte je Sorte stark unterscheiden. Die Regel „oberirdisch und grün“ trennt beim Keto Gemüse die erlaubten Sorten von stärkehaltigen wie Kartoffeln und Mais. Avocado und Beeren gehören zum Keto Obst, Bananen und Weintrauben wegen ihres hohen Zuckergehalts nicht.

Bibliografie
  1. U.S. Department of Agriculture, Agricultural Research Service. (2019). FoodData Central, SR Legacy. https://fdc.nal.usda.gov/
  2. Max Rubner-Institut. (2025). Bundeslebensmittelschlüssel (BLS), Version 4.0. Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat. https://blsdb.prod.se.ble.de/
Adrianna Kalista
Adrianna Kalista

Absolventin der klinischen Diätetik, deren Interessen nicht enden, sondern mit dem Wort Diät beginnen. Autorin von spezialisierten Inhalten zu Ernährungsthemen. Sie ist fasziniert von der modernen Ernährungskultur, der Phytotherapie und dem Einfluss der ketogenen Diät auf die kognitiven Funktionen des Gehirns. Befürworterin der Diättherapie und der ernährungsbasierten Behandlung von Krankheiten.

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